Aktuelles
 

 

Xenophon Seminar Uster

 

Am letzten Februarwochenende fand ein hochinteressantes Seminar in Uster / Schweiz statt. Christine Stückelberger, unsere Aufsichtsratsvorsitzende hat eingeladen zu einem Praxisseminar mit hochkarätigen Referenten.

Das Seminar begann mit einem Referat über Dressur im Wandel der Zeit. Christine Stückelberger ging auf die Entwicklungen im Dressursport in den letzten 50 Jahren ein. Nicht nur die Pferde haben sich verändert, auch die Vorstellungen der Richter haben sich vor allem in Bezug auf die Aufrichtung der Pferde gewandelt. So wurden die Pferde in den 70er und 80 er Jahren deutlich höher aufgerichtet, als es heute der Fall ist. Dafür war es tabu, die Pferde so eng im Hals zu machen wie heute. Eindrucksvoll wurde dies durch die am Sonntag gezeigten Olympiafilme unterstrichen. 

Der Pferdezahnarzt Dr. Frank Schellenberg referierte über die Bedeutung einer regelmäßigen Zahnkontrolle und die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Pferde ein. Schlechte Zähne wirken sich nicht nur auf die Maultätigkeit der Pferde aus, vielmehr haben sie einen sehr negativen Einfluss auf die Rückentätigkeit und das allgemeine Wohlbefinden. 

Georg Fink, einer unserer Xenophon-Geschäftsführer behandelte das Thema Gelassenheit für Pferd und Reiter. Von der Entwicklungsgeschichte der Pferde reichte das Thema über die Arten der Gelassenheit bis hin zu praktischen Tipps für Pferd und Reiter. In einer regen Diskussion wurden viele Fragen beantwortet. Die vielen Praxistipps zeigten auf, wie wichtig körperliche und seelische Gelassenheit für Pferde und Reiter aller Leistungsebenen sind. 

In den praktischen Einheiten wurden teilweise überragende Pferde aus dem Stall Stückelberger vorgestellt. Die beiden Olympiarichter Beatrice Bürchler / Schweiz und Dr. Dieter Schüle / Ansbach kommentierten die Ritte aus der Sicht der Richter. Am Sonntag wurde eine Richterschulung mit Notenvergabe und Diskussion der Noten durchgeführt. Informativ, kritisch aber auch humorvoll gingen die beiden internationalen Spitzenrichter auf die Vorführungen und die Vorschläge der Teilnehmer ein. 

Johann Riegler / Wien, Aufsichtsratmitglied von Xenophon setzte die Anregungen der Richter dann sofort mit den Pferden und deren Reiter um. Beeindruckend war die schnelle Wirkung der Ausbildungstipps, die Johann Riegler charmant und nachvollziehbar geben konnte.

Stargast war Bettina Hoy, eine der weltbesten Vielseitigkeitsreiterinnen. Mit jungen Schweizer Reitern zeigte sie einfühlsam und effektiv, wie wichtig Präzision in Sitz und Einwirkung sind. Schon mit wenigen Übungseinheiten konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden. Eine blaue Tonne in den unterschiedlichsten Varianten war dabei das Hauptübungshindernis. Bettina Hoy ist nicht nur eine der erfolgreichsten Reiterinnen, sie ist auch eine begnadete Trainerin, die konsequent auf der Basis der Richtlinien und der Ausbildungsskala Pferde und Reiter erfolgreich ausbildet. 

Das Seminar hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig die korrekte Ausbildung von Pferd und Reiter auf der Basis der klassischen Reitkultur ist. Die teilweise von weit her angereisten Teilnehmer konnten ein Xenophon-Seminar der Spitzenklasse erleben. Jeder konnte etwas mitnehmen von der reichhaltigen Erfahrung der Referenten. 

Dank an Christine Stückelberger und Christina Barofke / Xenophon-Trainerin, die das Seminar so engagiert und professionell organisiert haben!

 

 

 


 

 

Stellungnahme zum FEI-Beschluss zur Thematik „Rollkur/Hyperflexion“ am 9.2.2010 in Lausanne

von Klaus Balkenhol

 

Es ist durchaus positiv, dass aggressives, nicht pferdegerechtes Reiten nicht mehr geduldet wird. Das Augenmerk wird wieder auf gutes, pferdegerechtes Reiten gelenkt. Das ist eine Entscheidung zum Wohle der Pferde. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Umsetzung uns vor einige schwierige Aufgaben stellt. Die Schulung der Richter und Stewards wird ein längerer Prozess. Ich möchte an dieser Stelle die Verantwortung jedes einzelnen Reiters betonen. Jeder Reiter hat sich um gutes, pferdegerechtes Reiten zu bemühen. Diese Verantwortung kann ihm kein Reglement, kein Richter und kein Steward abnehmen. Wir müssen abwarten, was kommt. 

 Text von Petra Herrmann


 

 

Stellungnahme zum FEI-Beschluss zur Thematik „Rollkur/Hyperflexion“ am 9.2.2010 in Lausanne

von Dr. Gerd Heuschmann

 

„Jede Position von Pferdekopf und –Nacken, die durch gewaltvolle Einwirkung erreicht wird, ist nicht akzeptabel“, so das FEI-Statement zur „Rollkur-Tagung“ am 9. Februar in Lausanne.

 

Dr. Gerd Heuschmann war als Teilnehmer vor Ort. Sein Eindruck und seine Bewertung:

Ich bin ohne große Hoffnungen nach Lausanne gefahren. Ehrlich gesagt, wäre ich am liebsten zu Hause geblieben. Ein Blick auf die Gästeliste der FEI-Webside ließ keine großen Hoffnungen zu. Es war nicht zu erwarten, dass sich viel verändern würde. Aber die vielen Zusprüche im Vorfeld, das rege Interesse der Medien und die 41.000 Unterschriften auf den Petitionslisten gegen die Rollkur haben mich dann doch bewegt. Ich muss wirklich sagen, dieser Rückenwind hat mich nach Lausanne getragen. Und das war gut so! Meine Befürchtungen trafen nicht ein. Ich hatte mich getäuscht.

Diese Veranstaltung war keine Alibiveranstaltung! Sie war gut vorbereitet, sehr strukturiert und es war deutlich spürbar, dass allen Teilnehmern bewusst war: Es muss etwas passieren! So waren Roly Owers, Tony Tyler (von der World Horse Welfare) und ich keines Wegs „Alibiteilnehmer“. Es war vielmehr so, dass wir stellvertretend für die breite öffentliche Meinung standen. Richard Johnson, FEI Communications Director äußerte es laut und unmissverständlich: „Die Menschen lehnen Rollkur strikt ab. Wir dürfen sie deshalb nicht länger dulden!“ Der öffentliche Druck, der auf dieser Tagung lastete war deutlich spürbar: „Wir brauchen Ergebnisse, die etwas zum Wohle der Pferde ändern!“

Im Laufe der Veranstaltung bildeten sich drei Begriffe heraus: Rollkur, Hyperflexion und LDR (Low, Deep und Round). Rollkur und Hyperflexion wurden klar und deutlich aus tierschutzrelevanter Sicht abgelehnt, da sie mit Gewalt erzeugt werden. LDR wird hingegen aus TIERSCHUTZ Sicht geduldet. Ich betone hier noch einmal: aus tierschutz Sicht. Es geht an dieser Stelle nicht darum, ob LDR einer klassischen Ausbildungsmethode entspricht. Das tut sie nicht! Das ist und bleibt meine Meinung! Aber wenn ein Pferd ohne Zwang und Gewalt die Nase hinter der Senkrechten hat, so ist dies kein Fall für den Tierschutz. Ich würde nie ein Pferd so ausbilden wollen. Die Nase gehört nach vorn. Trotzdem halte ich den in Lausanne getroffenen Beschluss für einen großen Schritt in die richtige Richtung! Jede aggressive Form der Beizäumung wird abgelehnt! Das ist mehr als ich in meinen kühnsten Träumen von einer Tagung der FEI erwartet hätte.

Auf diesem Beschluss dürfen wir uns selbstverständlich nicht ausruhen. Wir müssen darauf achten, dass der Interpretationsspielraum, den diesem Beschluss enthält zum Wohle der Pferde genutzt wird. Aber auch der FEI ist bewusst, dass es mit Beschlüssen allein nicht getan ist. In allen Ausschüssen der verschiedenen Reitdisziplinen wird an konkreten Handreichungen für die Verantwortlichen am Rande der Abreitplätze gearbeitet. Auch eine Videoüberwachung der Abreiteplätze ist angedacht. Selbstverständlich braucht die Umsetzung Zeit. In dieser Zeit werden wir nicht untätig abwarten, sondern weiter kritisch und konstruktiv für das Wohl der Pferde eintreten. Jedem gewalttätigen Reiter können wir nun die rote Karte mit folgender Aufschrift zeigen: „Jede Position von Pferdekopf und –Nacken, die durch gewaltvolle Einwirkung erreicht wird, ist nicht akzeptabel. Unterschrift: FEI“.

Ich möchte an dieser Stelle mich noch einmal bedanken. Danke an HRH Princess Haya, die die Sitzung wirklich gut strukturiert geleitet und vorbereitet hat und sich klar bekannt hat: „Wir dulden keine aggressive Reiterei mehr!“

Dank an:

Alle Teilnehmer der Konferenz, die sich konstruktiv zum Wohle der Pferde engagiert haben.

Alle Vertreter der Medien, die klar und deutlich Stellung bezogen haben.

Alle, die die Unterschriftenaktionen unterstützt haben.

Alle, die mich im Vorfeld motiviert und unterstützt haben.

Der erste große Schritt ist getan.

 

Gerd Heuschmann

 

Text von Petra Herrmann

  


 

Stellungnahme zum FEI-Beschluss zur Thematik „Rollkur/Hyperflexion“ am 9.2.2010 in Lausanne von Martin Plewa

  

Martin Plewa                           

Westfälische Reit- und Fahrschule e.V., 

Havichhorster Mühle 100 A

48157 Münster

16. Februar 2010

 

Stellungnahme zum Ergebnis der FEI Round Table Conference am 9.2.2010

  

Aus meiner Sicht ist sehr zu begrüßen, dass insbesondere jede Form aggressiven Reitens als nicht akzeptabel und damit als sanktionswürdig angesehen wird, unabhängig von einer reitsportlichen Disziplin. Auch finde ich es gut, dass „hyperflexion“ („Rollkur“) als eine Flexion des Pferdehalses definiert wird, die durch aggressiven Zwang erreicht wird und deshalb ebenfalls nicht akzeptabel ist. Mit solch einem Ergebnis hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Ich vermute, dass der von vielen Pferdeleuten unterzeichnete Brief von Klaus Balkenhol an die FEI, die Einlassungen von Herrn Dr. Heuschmann auf der Konferenz selbst, aber v.a. auch die Unterschriftenaktionen wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Das FEI – Statement lässt für die Praxis aber noch viel Interpretationsspielraum zu (wann ist Reiten aggressiv?), weshalb es jetzt wichtig ist, Richter und Stewards besonders zu schulen, um zu einer einheitlichen Umsetzung dieser Politik zu gelangen.

Positiv zu werten ist auch, dass es nicht als notwendig erachtet wird, das gültige Regelwerk zu ändern; wäre nur schön, wenn sich auch alle (Reiter, Richter, Trainer) daran halten würden.

 

Martin Plewa

 

 


 

Sie stellen sich gemeinsam in den Dienst der klassischen Reitkultur

  

Was ist los bei Xenophon?

Der Verein zur Erhaltung und der Pflege der klassischen Reitkultur, Xenophon e.V. gegründet von Hans Heinrich Isenbarth, Klaus Balkenhol und Dr. Gerd Heuschmann hat sich neu aufgestellt. Dies war erforderlich, da die tägliche Bearbeitung der Mitgliederanliegen, die Organisation der Veranstaltungen und der Verwaltungsaufwand bei mittlerweile über 500 Mitgliedern zu groß wurde. Das starke Interesse an der Arbeit von Xenophon ist sicher auf die vielen Diskussionen über die aktuellen Probleme des Pferdesports zurückzuführen.

Im letzten Jahr hat sich eine Arbeitgruppe mit der Aktualisierung der Satzung befasst. Eine weitere Arbeitsgruppe hat das Thema Trainerwesen neu strukturiert. Im Dezember trafen sich die Xenophon-Mitglieder anlässlich des Hallenturniers in Frankfurt und wählten in großer Harmonie die neue Satzung und einen international tätigen Aufsichtsrat unter der Führung von Olympiasiegerin Christine Stücklberger. Dieses Gremium koordiniert die internationalen Aktivitäten (weltweit hat Xenophon in .. Ländern Mitglieder) und unterstützt die jeweiligen Länderführungen in ihrer Arbeit.

Den Vorsitz des Vorstandes in Deutschland hat Olympiasieger Klaus Balkenhol übernommen, an dessen Seite der bekannte Tierarzt und Buchautor Dr. Gerd Heuschmann mitwirkt. Zusammen mit drei Geschäftsführern (Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Peter Jennissen, Georg Fink) wird sich der neue Vorstand auch in Zukunft für eine korrekte Ausbildung von Pferd und Reiter so wie für einen fairen Umgang auf der Grundlage der traditionellen Reitkultur einsetzen.

 

Photo: Jan Reumann  www.premium-images.de

Der Aufsichtsrat:                                                                                                    

 Michael Putz, Christine Stücklberger, Susanne Miesner, Hans-Eberhard Schneider, Johann Riegler,

nicht auf dem Foto: Prof. Kurt Mrkwicka
                           

 

 

Photo: Jan Reumann  www.premium-images.de

Der neue Vorstand:

Georg Fink, Peter Jennissen, Dr. Gerd Heuschmann, Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Klaus Balkenhol

 

Für 2010 hat sich Xenophon viel vorgenommen: Vorträge, Lehrgänge, Seminare und Messeauftritte sollen vermitteln, wie leicht und erfolgreich Pferde nach den klassischen Grundprinzipien ausgebildet werden können. Das Team der Xenophon-Trainer wird bundesweit Lehrgänge durchführen, in denen die Elemente der korrekte Ausbildung der Pferde und der Reiter in allen Leistungsebenen, vom Freizeitreiter bis zum Spitzensportler kompetent und freundlich erarbeitet werden. Reiter der traditionellen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit profitieren von der Arbeit von Xenophon ebenso wie Westernreiter, Gangpferdereiter und Freunde des guten Freizeitvergnügens mit Pferden.

 

„Richtig Reiten reicht“ – Xenophon zeigt, wie das Zitat des
bekannten Ausbilders Paul Stecken umzusetzen ist –
zum Wohle und Vergnügen von Pferd und Reiter.

 

 

 


 

Wir möchten auf die im Mitgliederforum vorgestellten DVD`s aufmerksam machen.

Schauen Sie sich doch bitte unsere Auswahl an.

Bestellungen bitte über die Geschäftsstelle.

  


 

Das Protokoll der Mitgliederversammlung (Dezember 2009) ist im Mitgleiderbereich einzusehen!

 


 

Internationales Dressurseminar

Organisation:

Xenophon Gesellschaft für Erhalt und Förderung der klassischen Reitkultur

27./ 28. Februar in der Reithalle Uster

Samstag 9.30Uhr bis ca. 17.30Uhr

Sonntag 9.30Uhr bis ca. 17.00Uhr

Seminargebühr für 2 Tage Fr.150.- / 1 Tag Fr. 90.-

Xenophon Mitglieder 2 Tage Fr.100.- / 1 Tag Fr.60.-

Anmeldungen an: CH. Stückelberger, Hasenberg, CH-9533 Kirchberg, Tel. +41 71 931 34 09

per E-Mail an: jasmin.shanti@gmx.de

 

Stargast:   Bettina Hoy Military-Olympiareiterin, Europameisterin

Oberbereiter Hans Riegler, praktischer Unterricht

Dr. Frank Schellenberg, Pferdezahnmedizin heute

Paul Weier zeigt alte Olympiafilme

Fredy Knie, Kommunikation mit dem Pferd

Georg Fink, Referat über Gelassenheit

Bèatrice Bürchler, Olympia Richterin

Dr. Dieter Schüle, Olympia Richter

Gemeinsames Richten mit Publikum

 

Klaus Balkenhol wurde am 06.12. 2009 70 Jahre alt!

Pressebericht als PDF

 


 

Stellungnahme zu den FEI-Beschlüssen:

  

FEI ist dringend gefordert zu handeln

 

Nach jahrelangem Ringen um sauberen Pferdesport, hat die große Öffentlichkeit gehofft, dass nun endlich etwas Ruhe und Ordnung in das verheerende Sportgeschehen eintreten würde. Nach zahlreichen Dopingaffären mit unglaubwürdigen Darlegungen der Tatsachen und sogenannte  Sanktionen, welche auch teilweise fragwürdig erscheinen, kommt nun die "Hiobsbotschaft" von der "Progressive List", welche nun wieder gewisse Schmerzmittel erlaubt, welche eindeutig auf der Dopingliste als verboten galten. 

Auf der einen Seite will die FEI gewisse Regelungen für "sauberen Sport" und öffnet zu gleichen Zeitpunkt Tür und Tore für weiteres Doping. Wo bleibt da die Ethik gegenüber dem Pferd, aber auch die Glaubwürdigkeit der FEI?

 

Christine Stückelberger

 

Petition gegen die "Progressive Liste" www.no-fei.com

 

 

 

FN-Pressemitteilung: FEI-Jahrestagungen Kopenhagen

 

FEI-Jahrestagungen Kopenhagen/DEN: Durchwachsende Ergebnisse um *Clean Sport*

 

Kopenhagen/DEN (fn-press).

 

Anlässlich der Jahrestagungen der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) in Kopenhagen hat die Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit die neuen Konzepte und generellen Regelungen der FEI für einen sauberen Sport unterstützt.

Alles andere als überwältigend war die Zustimmung zur Einführung der so genannten *Progressive List*, die mit 53 zu 48 Stimmen verabschiedet wurde. 

Diese Liste erlaubt, dass eine Zahl von Medikamenten, die als Schmerz- und Entzündungshemmer eingesetzt werden, im Wettkampf erlaubt sind. 

*Im Gegensatz zu den richtungsweisenden Grundsatzbeschlüssen und Regelungen zum *Clean Sport* ist die *Progressive List* ein Desaster und ein deutlicher Rückschritt auf dem Weg hin zu einem sauberen Pferdesport*, zeigte sich Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), nach der gestrigen Abstimmung entsetzt. Der deutsche Verband hatte gemeinsam mit den meisten europäischen Nationen gegen die *Progressive List* gestimmt. Unter die Regelung der *Progressive List* fällt unter anderem auch eine erlaubte Menge für das Schmerzmittel Phenylbutazon. Mit 8 mcg liegt diese viermal höher als die erlaubte Menge Phenylbutazon, die Anfang der 90er Jahre verboten wurde. Ebenfalls zulässig sind im neuen FEI-Regelwerk die Schmerzmittel Flunixin und Acetyl-Salicyl-Säure (ASS). Enthalten sind auf der Liste auch Dichloroacetate (zur Behandlung von Muskelschäden), Isoxuprine (durchblutungsfördernde Mittel zur Behandlung bei Hufrollenentzündung) oder auch der Schleimlöser Acetylcystein (ACC), der zum Beispiel bei der Behandlung von Bronchitis zur Anwendung kommt.

Diese Mittel sind im internationalen Sport nach neuer FEI-Liste im Wettkampf uneingeschränkt erlaubt.

*Wir müssen dieses Ergebnis zunächst einmal verarbeiten. Aber eines steht jetzt schon fest: Die *Progressive List* stellt nicht unsere Vorstellung von gesunden und unmanipulierten Pferden im Wettkampf sicher*, sagte Lauterbach.

Das deutsche Regelwerk sieht derzeit die *Null-Toleranz-Lösung* vor, die besagt, dass ein Pferd im Wettkampf frei von wirksamen Substanzen sein muss. Das Festhalten an dieser Lösung wurde nicht zuletzt auch von der DOSB-Kommission Reiten eingefordert, die im Sommer rund 100 Kaderreiter und Funktionäre hinsichtlich ihrer Einstellung zum Pferdesport befragt hatte.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dennis Peiler

Pressesprecher

Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V.

Freiherr von Langenstr. 13

48231 Warendorf

 

November 2009

 


 

Mitgliederbefragung

Allen unseren Mitgliedern sagen wir herzlichen Dank für die grandiose Anzahl zurückgesandter Fragebögen!

Bitte jeweiliges Thema anklicken um die Ergebnis-Diagramme aufzurufen!

Flächendeckendes TrainernetzTrainer-Ziele
Voraussetzungen für TrainerErwartungen an Trainer
Mitglied weilErwartungen an Xenophon
Erwartungen bei Trainerernennungen 

 


 


                                                                                                                         

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 09.03.2010    info@xenophon-classical-riding.de